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«Läppische Schildereyen?»

Untersuchungen zur Konzeption von Programmusik im 18. Jahrhundert

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Michael Philipp

Den Terminus «Programmusik» auf das 18. Jahrhundert zu beziehen, könnte als Provokation verstanden werden - wurde doch der Begriff erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts geschaffen. Doch läßt sich bereits für das 18. Jahrhundert eine Tradition von Kompositionen nachweisen, die, ohne daß dies ästhetisch diskutiert wurde, die Kriterien von Programmusik erfüllt. Diese überaus fortschrittliche, gelegentlich sogar experimentelle Instrumentalmusik bildete im Verlauf des 18. Jahrhunderts das Genre der Programmusik aus. Wenn ein musikalisches Experiment riskiert wurde, das den ästhetischen Konventionen der bestehenden Möglichkeiten der Gattungen reiner Instrumentalmusik nicht mehr zuzumuten war, wurde durch eine programmatische Idee die Anbindung an den verbindlichen ästhetischen Hintergrund musikalischer Nachahmung signalisiert.
Aus dem Inhalt: Programmusik des 18. Jahrhunderts - Werke von Couperin, Vivaldi, Rebel, Rameau, Locatelli, Werner, Geminiani, Telemann und Haydn.