Show Less
Restricted access

Zwischen deutsch-polnischem «Grenzland» und «verlorener Heimat»

Von literarischen Rückreisen in die Kindheitsparadiese

Series:

Jolanta Mazurkiewicz-Sokolowska

Die Arbeit verbindet zwei Themenkreise: das Bild der Heimat/der verlorenen Heimat und die Frage der Vergangenheitsaufarbeitung. Das Ziel ist die Analyse der Darstellungsweisen von Heimat in Werken solcher Autoren wie Günter Grass, Siegfried Lenz, Horst Bienek, Marion Gräfin Dönhoff, Christian Graf von Krockow, Ralf Giordano, Christine Brückner, Leonie Ossowski, Hans Lipinsky-Gottersdorf, Johannes Bobrowski, Christa Wolf u.a. Es wird gezeigt, wie die dargestellte Welt zu der historischen Wahrheit steht, d.h., ob und welche Zusammenhänge dazwischen bestehen, welche deutsch-polnischen Bezugspunkte aufgegriffen werden und wie sich die Art des Umgangs mit der Vergangenheit und deren Aufarbeitung bis zum Jahre 1994 geändert hat. Dabei wird zum einen untersucht, inwieweit auf die Frage nach der Trauerarbeit eingegangen wird, zum anderen, wie sich das literarische Polenbild darstellt. Die Untersuchung stützt sich auf psychologische, soziologische und anthropologische Erkenntnisse.
Aus dem Inhalt: Zum Heimatbegriff - Literarische Bezüge zur deutsch-polnischen Geschichte - Die Subjektivität in der Thematisierung des Phänomens Heimat - Die Asymmetrie in der Betrachtung der deutsch-polnischen Beziehungen - Die (Un-)fähigkeit zu trauern und die Literatur der verlorenen Heimat.