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Studien zum Wortschatz der Iguvinischen Tafeln

Die Verben des Betens und Sprechens

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Brigitte Schirmer

Die Arbeit hat das Ziel, die Bedeutung der 'Verben des Betens und Sprechens' und ihre Verwendung innerhalb der jeweiligen Opferzeremonien unter Einbeziehung sprachwissenschaftlicher und religionswissenschaftlicher Aspekte gegeneinander abzugrenzen. Hier wurden neue Akzente gesetzt. Die Untersuchung z.B. der Belege combifiatu und TIÇEL hat eine kulturgeschichtliche Entwicklung aufgedeckt, die nicht nur die Bedeutungsbestimmung des umbrischen Belegs ermöglicht, sondern auch für die Grundbedeutung der idg. Wurzeln * bheidh und * dek einen neuen Ansatz gefordert hat. Es ließ sich nachweisen, daß ein in die Zeit der idg. Grundsprache rückzuprojizierendes sozialpolitisches Konzept über Jahrtausende hinweg Spuren in der Bedeutungsstruktur einzelner Bildungen hinterlassen hat.
Die Autorin: Brigitte Schirmer, geboren 1953 in Hannover. 1985 bis 1991 Studium der Indogermanistik, Sinologie und Slawistik in Frankfurt und der Vergleichenden Sprachwissenschaft (Schwerpunkt 'Altitalistik/Etruskologie') und Religionswissenschaft in Tübingen; 1991 Magisterprüfung. Promotionsstudium in Freiburg in den Fächern Indogermanistik/Allgemeine Sprachwissenschaft/Theologie. Mitarbeit im DFG-Forschungsprojekt: «Lexikon der indogermanischen Verben; die Wurzeln und ihre Stammbildung». (Leiter: Prof. Dr. Helmut Rix). 1997 Promotion.