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Von der Völkerversöhnung und Völkerverständigung zur interkulturellen Erziehung

Eine historisch-hermeneutische Untersuchung geographiedidaktischer Konzepte

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Monika Haas

Woran sollen Unterricht und Erziehung sich orientieren, um zu konstruktiver, gewaltfreier Konfliktbewältigung und friedlicher Koexistenz zu befähigen? Eine konkrete Chance bietet das Konzept der interkulturellen Erziehung, das sich orientiert an den Menschenrechten, an Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit. Insbesondere die Geographie scheint offen für die interkulturelle Erziehung, weil sie sich genuin mit dem Eigenen und dem Fremden beschäftigt oder, in traditionellen Begriffen, mit Heimat und Welt. Aus dem Verständnis von Geschichte als aktuellem Erfahrungsraum erwuchs die Motivation, die Vorgeschichte der interkulturellen Erziehung im Geographieunterricht zu untersuchen, um Einsichten und Entscheidungshilfen zu gewinnen. Der interdisziplinäre Ansatz der Studie und die Methoden der interpretativen Sozialforschung ermöglichen eine ideologiekritische Deutung der historischen Konzepte zur Völkerversöhnung und Völkerverständigung.
Aus dem Inhalt: Vorgeschichte der Völkerverständigung und deren Ausprägung in der Anfangsphase der modernen Geographie - Die Idee der Völkerverständigung in der Geographie(-didaktik) des Kaiserreichs - Ansätze zur Völkerversöhnung in der Weimarer Republik - Völkerhaß und Völkermord im Dritten Reich - Von der Völkerverständigung zur interkulturellen Erziehung in der Bundesrepublik.