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Die französische Justizorganisation am linken Rheinufer 1797-1803

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Antonio Grilli

Die Arbeit stellt eine möglichst breite Untersuchung und Zusammenstellung derjenigen Quellen dar, die sich auf die ersten, schwierigen Jahre der französischen Präsenz im Rheinland beziehen. Sie zielt darauf ab, zu beweisen, daß die versuchte Assimilation an Frankreich nie völlig gelang. Im Bereich der Justiz überlebten die ganze französische Zeit hindurch starke Elemente der «einheimischen» Justiz, wie vor allem die (partielle) Benutzung des Deutschen in mündlichen und schriftlichen Verfahren und bei den Friedensgerichten sowie die sogenannten Sporteln, ein Brauch, der darin bestand, daß die Parteien die Richter für die von ihnen erwiesenen Dienste direkt bezahlten.
Aus dem Inhalt: Annexion der linksrheinischen Gebiete durch Frankreich - Einführung der französischen Justizverwaltung - Konflikt und Begegnung zweier verschiedener Rechtskulturen - Herkömmliche deutsche Rechtsgewohnheiten und die Sprache bei Verwaltung und Gericht - Die Organisation der Justiz nach französischem Modell in den Departements Saar, Rhein-Mosel, Ruhr und Donnersberg - Akzeptanz und Widerstände in der ersten Phase (1797-1799) - Die Konsolidierung der «französischen» Justiz in den darauffolgenden Jahren (1799-1803).