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Der Ginn-Glaube als islamische Rechtsfrage nach Lehren der Orthodoxen Rechtsschulen

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Aly Fatoum

Diese Arbeit widmet sich dem Thema «ginn», das von Islamwissenschaftlern in dieser Form bisher nur unzureichend behandelt wurde. Ziel der Studie ist es, die Ansichten der sunnitischen Rechtsgelehrten zum Thema ginn zu ermitteln und die Stellung der islamischen Orthodoxie darzustellen. Es wird gezeigt, inwieweit das Spannungsverhältnis zwischen Kultur und Alltag im Islam besteht. In dieser Arbeit findet man interessante, an der volksreligiösen Praxis orientierte Berichte, die exemplarisch zeigen, in welchem Maße die Existenz von Geistern als im täglichen Leben präsent gedacht wird. Deutlich wird auch die ambivalente Haltung der theologischen Autoritäten. Ginn-Glaube als Heilungsmethode, insbesondere bei psychischen Erkrankungen, wird in dieser Abhandlung an Beispielen demonstriert. Die Heilung durch Koran und Sunna zu praktizieren, steht dabei im Mittelpunkt. Insgesamt gibt diese Arbeit einen guten Einblick für Islamwissenschaftler, Ethnologen und Interessierte, die sich mit der ginn-Frage befassen.
Aus dem Inhalt: Ginn-Glaube in Kultur und Alltag des Islam - Ginn als Rechtsfrage im religiösen Kontext - Zauberei, was sagt der Islam dazu - Einführung in islamische Rechtsgutachten - Besessenheit und Exorzismus im Bereich des Islam.