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Die Strafbarkeit des «sexuellen Mißbrauchs» in der Psychotherapie gem. den §§ 174 ff StGB

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Roger Spenner

Im Rahmen der Psychotherapie geschieht es immer wieder, daß sich die Patientin in den Therapeuten «verliebt». Auf diese Übertragungsliebe darf sich der Therapeut nicht einlassen. Er muß abstinent bleiben. Bei einem Verstoß gegen den Abstinenzgrundsatz scheitert nicht nur die Therapie, sondern die Patientin erleidet auch erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob dieser Sachverhalt sexualstrafrechtlich erfaßt werden kann. Sie führt dabei zunächst in die psychotherapeutischen Grundlagen ein. Der rechtliche Hauptteil hat seinen Schwerpunkt in den Tatbeständen der Vergewaltigung und des Sexuellen Mißbrauchs Widerstandsunfähiger, die auch nach Erlaß des 174 c StGB (Sexueller Mißbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses) eigenständige Bedeutung haben können.
Aus dem Inhalt: Übertragungsliebe - Abstinenzgebot - Sexualstrafrechtliche Folgen beim Bruch des Abstinenzgebotes - Schwerpunkt: Vergewaltigung und Sexueller Mißbrauch Widerstandsunfähiger - Notwendigkeit einer eigenständigen gesetzlichen Regelung.