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Herzog Friedrich von Augustenburg - ein von Bismarck 1864 überlisteter deutscher Fürst?

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Dieter Wolf

Der Vater der letzten deutschen Kaiserin erhob 1863 den Anspruch, als Herzog von Schleswig-Holstein in den Kreis der deutschen Bundesfürsten zu treten. Das Haupthindernis seiner Anerkennung lag in der doppelbödigen und raffinessenreichen Machtpolitik Bismarcks, an deren Ende die gewaltsame Annexion der von Dänemark gelösten Herzogtümer stand. Herzog Friedrich bemühte sich redlich um Preußen, wurde aber hingehalten, schließlich sogar agitatorisch bekämpft und als Feind der deutschen Einheit verunglimpft. Die Arbeit legt Bismarcks Diskriminierungen offen und stellt das tatsächliche Bild des Augustenburgers wieder her. Es wird deutlich, daß der Weg zum Deutschen Reich hätte anders aussehen können: bundesstaatlich-liberal im Sinne des befreundeten späteren Kaisers Friedrich III.
Aus dem Inhalt: Die Augustenburger und Schleswig-Holsteins Befreiung - Herzog Friedrich und sein Verhältnis zu den preußischen Staatspersonen - Die Augustenburger Februar-Offerten für eine enge Anlehnung an Preußen - Das herzogliche Sechs-Punkte-Programm «von Fürst zu Fürst» vom 29. April 1864 - Herzog Friedrichs Berliner Verhandlungen vom 1. Juni 1864 und ihr ambivalentes Ergebnis - Bismarcks negative Kehrtwende und von ihm verbreitete Unwahrheiten - Kronprinz Friedrich Wilhelms Freundschaftshilfe und Vermittlungen - Ahlefelds Berlin-Missionen im Herbst 1864 - Herzog Friedrichs Gedanken über Gefahren und Unrecht einer preußischen Annexion - «Befreiung» ad absurdum geführt.