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Mystik und Ethik bei Meister Eckhart und Johann Gottlieb Fichte

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Katharina Ceming

Ist die von der Fichteforschung mehrheitlich vertretene These, daß das spätere religionsphilosophische Werk Fichtes mystische Elemente enthält, wirklich haltbar? In dieser Studie soll anhand des bedeutendsten mittelalterlichen Mystikers Meister Eckhart gezeigt werden, was unter Mystik zu verstehen ist. Von dieser Mystikkonzeption aus wird verständlich, weswegen Fichtes Lehre, auch wenn sich in ihr mystische Terminologie aufweisen läßt, nichts mit Mystik zu tun hat. Nach Fichte ist eine Einswerdung von Gott und Mensch im mystischen Sinn nicht möglich, nur durch sittliches Handeln in der Welt kann der Mensch das Göttliche erfahren. Dadurch erhält Ethik ihre Begründung. Anders Eckhart. Für diesen ist die Vereinigung von Gott und Mensch Bedingung für ein wahrhaft ethisches Handeln.
Aus dem Inhalt: Themen der Eckhartschen und Fichteschen Philosophie - Gottesgeburt im Seelenfünklein - Handeln ohne warum - Sittlichkeit als Moment der Gotteserfahrung - Einswerdung von Gott und Mensch in der Spekulation.