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Deutsche Schlagwörter zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges

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Beatrice Wolter

Öffentliche Kommunikation kam noch nie ohne ihr wesentliches Merkmal, das Schlagwort, aus. In Schlagwörtern finden sich programmatische Inhalte politischer, sozialer oder kultureller Natur komprimiert wieder. Sie sind überall dort anzutreffen, wo verstärkt öffentlich kontrovers diskutiert wird. Als solch eine spannungsreiche Periode präsentiert sich auch die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Gezeichnet vom kriegerischen Kampf der Glaubensparteien, bestimmt vom Ringen der Sprachwissenschaftler um eine deutsche Einheitssprache und dem patriotischen Kampf sittenstrenger Zeitgenossen gegen das fremdländische Alamodewesen, bietet sich in dieser Epoche ein breit gefächertes Feld publizistischen Schlagwortgebrauchs. Die Arbeit untersucht, welche Schlagwörter zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges im öffentlichen Diskurs auftraten, und präzisiert begrifflich in einem theoretischen Teil das Feld der historischen Schlagwortforschung.
Aus dem Inhalt: Bestimmung historischer Schlagwörter – Medienlandschaft im 17. Jahrhundert – Textzeugnisse – Das Zeitgeschehen und sein Niederschlag im öffentlichen Diskurs – Schlagwörter des böhmisch-pfälzischen Krieges sowie im publizistischen Kampf der Glaubensparteien, der Kipperzeit und im schwedischen Krieg – Patriotische Schlagwörter – Schlagwörter des Hexenwahns – Zeitbedeutende Inhalte ohne Schlagwörter.