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Amor hypermedialis

Logiken der Liebe im spanischen Gegenwartsroman: - Von der Postguerra zur Postmoderne

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Peter Schönberger

Liebe und Sex entfalten sich in der modernen Gesellschaft unter der paradoxen Form von Hypermedialisierung und Hypomedialisierung: Ein ständiges «over-investment» in Liebe steht den Klagen über eine fehlende «ars amatoria» und eine moderne «educación sentimental» gegenüber.
Die medien-, system-, gender- und diskurstheoretisch informierte Arbeit zeigt traditionelle Logiken der Liebe, wie sie sich im Liebesdispositiv des spanischen Nationalkatholizismus und seiner austeren
Intimität manifestieren; krisenhafte Logiken, die defensiv und exkludierend wirken. Sie entstehen durch die Auflösung der alteuropäischen Gender- und Liebesmodelle und durch die neue Dominanz der hypermedialisierten Liebe, ästhetisch-produktive Logiken im Sinne eines offensiv-integrierenden Liebeskonzepts. Ausgewählte Romane fungieren als privilegierte und ebenso krisengeschüttelte Beobachter für diese kulturellen Verschiebungen.
Aus dem Inhalt: Paradoxien der Liebe – Liebe und Medien – Logiken des amourösen Scheiterns – Männliche Hysterie – «gozador soberano / gozador torpe» Der Körper als Performierer einer fragilen Eigentlichkeit – Geschlecht und «apariencia» – Liebe und Individualität – Die negative Seite des Systems.