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Kulturkontrastive Untersuchungen zu «Des Knaben Wunderhorn» und zu der koreanischen «Sammlung der Kasalieder»

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Hae-Kyong Lee

In der Untersuchung wird der Nachweis erbracht, daß sich die koreanische und die deutsche Volkspoesie als Quellen kulturkontrastiver Untersuchungen von Texten aus diesen beiden Ländern besonders eignen. Die Arbeit knüpft damit an Überlegungen an, die Johann Gottfried Herder im 18. Jahrhundert dazu bewogen, «Lieder der Völker» für eine Art Ethnographie «von innen» zu sammeln; diese Lieder repräsentierten für Herder die «Stimme», mit der die Völker ihre Sichtweise von sich selbst artikulierten. Bereits für Herder war die Sammelarbeit mit dem Bewußtsein verbunden, daß diese Stimme bald verstummen werde. Heute ist sie in der Tat sowohl in Deutschland als auch in Korea kaum noch zu vernehmen. Die überlieferten Texte stellen jedoch weiterhin eine Möglichkeit dar, einander in einer historischen Dimension kennenzulernen.
Aus dem Inhalt: Vergleichende oder interkulturelle Literaturwissenschaft – Begriff «Volkslied» bei Herder – Erscheinungsformen und Funktionen, Überlieferungsformen und Sammlungen des Volksliedes – Liebe und Treue, Untreue und Tod in Des Knaben Wunderhorn und der Sammlung der Kasalieder.