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Sprachverbreitungspolitik des nationalsozialistischen Deutschlands

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Dirk Scholten

Diese Arbeit wurde mit dem Rave-Forschungspreis Auswärtige Kulturpolitik ausgezeichnet.
Der Verbreitung der eigenen Sprache messen und maßen die politisch, wirtschaftlich oder wissenschaftlich dominierenden Staaten der Erde aus verschiedenen Gründen größere Bedeutung zu. Hat das Deutsche Reich zwischen 1933 und 1945 auch solche Anstrengungen gemacht? Gab es eine spezifische nationalsozialistische Sprachverbreitungspolitik? Tatsächlich lässt sich eine solche Politik beschreiben, die die Expansionspolitik flankierte. Mit welchen Zielsetzungen betrieben die Nazis die Verbreitung der deutschen Sprache? Welchen Einfluss hatten ideologische Motive auf die Ausprägung einer solchen Politik? Welche Veränderungen lassen sich innerhalb der zwölf Jahre währenden Herrschaftszeit erkennen? Allen diesen Fragen geht diese Untersuchung auf der Grundlage von teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial nach. Die Darstellung konzentriert sich auf einige Länderstudien, die exemplarisch untersucht werden. Auf dieser Basis werden die Grundlinien der deutschen Sprachverbreitungspolitik zwischen 1933 und 1945 sichtbar.
Aus dem Inhalt: Grundlinien der deutschen Sprachverbeitungspolitik zwischen 1919 und 1933 – An der Praxis und der Formulierung der Grundsätze beteiligte Institutionen – Länderstudien: nationalsozialistische Sprachverbreitungspolitik in Luxemburg, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland, Russland und der Ukraine – Politische Instrumentalisierung von Sprachverbreitungspolitik.