Show Less
Restricted access

Garantenstellung und Solidarpflicht

Eine Untersuchung der Rechtsprechung von Reichsgericht und Bundesgerichtshof

Series:

Christoph Schulte

Die Beantwortung der Frage nach dem Bestehen einer Garantenstellung war mangels gesetzlicher Regelung stets der Rechtsprechung überlassen. Die Arbeit stellt die Entwicklung der Judikatur zu den verschiedenen Garantenstellungen dar und untersucht, ob ein einheitlicher Verlauf feststellbar ist. Aus diesem Grunde wird zunächst eine Hypothese entwickelt, die auf das solidarische Element bei den unechten Unterlassungsdelikten und den Bedeutungszuwachs von Solidarpflichten im Wandel der gesellschaftlichen Systeme abstellt. Diese wird dann an den einzelnen Entwicklungen überprüft.
Um das gewonnene Ergebnis auf eine breitere Basis zu stellen, wird die Entwicklung auf dem Gebiet der unterlassenen Hilfeleistung, einer «echten Solidarpflicht», vor demselben Hintergrund untersucht und mit dem Verlauf bei den unechten Unterlassungsdelikten verglichen.
Aus dem Inhalt: Der Bedeutungswandel von Solidarpflichten auf dem Gebiet der Garantenstellungen – Entwicklung der Hypothese – Die Legalentwicklung im Bereich der unechten Unterlassungsdelikte – Die Entwicklung der Judikatur bei den unechten Unterlassungsdelikten – Die unterlassene Hilfeleistung, § 323c StGB – Legalentwicklung und Entwicklung der Rechtsprechung – Zusammenfassung und Vergleich der gewonnenen Erkenntnisse.