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Biologie und soziale Befreiung

Zur Geschichte des Biologismus und der "Rassenhygiene</I> in der Arbeiterbewegung

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Reinhard Mocek

Gegenstand des Buches bildet die Entstehung der proletarischen Rassenhygiene anhand der Werkanalyse ihrer Repräsentanten im deutschen Sprachbereich. Wurzelnd im utopischen Sozialismus, erhält sie ihre erste Gestalt im proletarisch-sozialdarwinistischen Entwurf vom neuen Menschen. Nach der Einführung des Begriffs Rassenhygiene durch Ploetz 1895 wird auch in der Arbeiterliteratur in den Debatten zur Degenerationsgefahr der Arbeiterbevölkerung dieser Begriff übernommen. Die Nähe zur Eugenik bestimmt ihr weiteres Schicksal. Mit dem Ende der Weimarer Republik sowie dem Scheitern ähnlicher Ansätze in der Sowjetunion läuft diese Strömung aus.
Aus dem Inhalt: Proletarischer Biologismus und Rassenhygiene im historischen Längsschnitt – Darwinismus und Marxismus – Züchtungsutopien u.a. bei Kautsky und Oda Olberg – Historische Bilanz und Lehren für den Bioethik-Diskurs.