Show Less
Restricted access

Die gesetzliche Form der Rechtsgeschäfte im deutschen und italienischen Recht

Eine rechtsvergleichende Untersuchung

Series:

Carolin Kühne

Die Untersuchung beschäftigt sich mit den strukturellen Unterschieden in der gesetzlichen Regelung der Form im deutschen und im italienischen Recht am Beispiel ausgewählter Rechtsgeschäfte wie etwa dem Grundstückskaufvertrag oder der Bürgschaft. Diese Thematik ist nicht zuletzt aufgrund europäischer Vorgaben in Bewegung geraten, so dass die rechtsvergleichende Überprüfung insbesondere unterschiedlicher Sanktionsmechanismen bei Formmängeln vertraglicher Abreden geradezu herausgefordert wird. In diesem Zusammenhang werden die gesetzlichen Formen auch unter Beteiligung öffentlicher Stellen behandelt und Bezüge zum Kreditsicherungsrecht, zur Drittwirksamkeit von Rechten und zu Publizitätserfordernissen hergestellt. Im Ergebnis plädiert die Autorin für eine flexiblere Gestaltung der Sanktionierung von Formmängeln im deutschen Recht. Gleichzeitig wird hinsichtlich der Formfragen auch die Umsetzung der Signaturrichtlinie in Deutschland und Italien diskutiert.
Aus dem Inhalt: Der gesetzliche Formzwang – Die Auswirkungen der gesetzlichen Form auf die Vertragsgestaltung – Der Notar – Der Registereintrag – Grundbuchsystem und Transkriptionssystem – Positive und negative Publizität – Die Mitwirkung öffentlicher Stellen zum Schutz des Rechtsverkehrs – Drittwirksamkeit durch ein «sicheres Datum» (data certa) – Drittwirksamkeit und ihre Funktion in der Insolvenz – Die prozessuale Form – Die Konstitutivform und die Beweisform – Der Ausschluss des Zeugenbeweises – Urkunden und ihre Beweiskraft – Prozessuale Formen und neue «moderne» Beweismittel – Grenzen des gesetzlichen Formzwangs.