Show Less
Restricted access

Lebenswelten und Identitäten adliger Gutsuntertanen

Das Beispiel des östlichen Schleswig-Holsteins im 18. Jahrhundert

Series:

Jan Klußmann

Die Arbeit gilt einem wichtigen Desiderat der sozial- und kulturgeschichtlichen Forschung: den Selbst- und Fremdwahrnehmungen der gutsuntertänigen Bevölkerung in der Frühen Neuzeit, ihren Verhaltensweisen und Lebensstilen. Im mikrohistorischen Zugriff werden handlungsorientierende Werte und Normen, soziale Beziehungen und Handlungsspielräume von leibeigenen Gutsuntertanen im östlichen Schleswig-Holstein untersucht: innerhalb der dörflichen Gesellschaft, im Verhältnis zur Herrschaft und im Verhältnis zur Welt jenseits der Gutsgrenzen. Das Buch arbeitet die Vielfalt dörflicher Lebensstile und historischer Identitäten heraus. Frühneuzeitliche Dorfbewohner begegnen uns als Akteure, die ihrer Herrschaft keineswegs ohnmächtig gegenüberstanden, sondern die sie umgebenden Verhältnisse mitprägten.
Aus dem Inhalt: Strukturen und Beziehungen im Dorf – Das Verhältnis zwischen Gutsherrschaft und dörflicher Bevölkerung – Dörfliche Vorstellungswelten und Erfahrungshorizonte.