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Briefe an Hermann Cardauns, Paul Fridolin Kehr, Aloys Schulte, Heinrich Finke, Albert Brackmann und Martin Spahn 1923-1944

Herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Michael F. Feldkamp

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Michael F. Feldkamp

Die Diskussion um die Rolle der Universitäten während der nationalsozialistischen Zeit ist stark emotionsbeladen. Für den Bonner und später Mainzer Historiker Leo Just (1901-1964), der wie die meisten katholischen Historiker von der Forschung bisher unberücksichtigt geblieben ist, liegen mit dieser Edition bemerkenswerte Briefe vor. Sie dienen einer Versachlichung der Diskussion. Just verbrämte im «Dritten Reich» seine Studien zur Reichskirche in der Frühen Neuzeit als Grenzlandforschung. Im Vorfeld des Westfeldzugs (Mai 1940) stellte er sich dem «wissenschaftlichen Einsatz gegen die französische Kriegspropaganda» zur Verfügung und begründete den vermeintlichen «Selbstbehauptungskampf» der Deutschen am Rhein aus historischer Sicht. Doch distanziert er sich in seinen Briefen von seinen «literarischen Notgeburten».
Aus dem Inhalt: Die veröffentlichten Briefe geben einen Einblick in den Überlebenskampf des katholischen Historikers Leo Just während der nationalsozialistischen Zeit. Die Edition von Briefen Justs an berühmte Historiker seiner Zeit wird durch eine Biographie, ein Verzeichnis des Nachlasses und ein vollständiges Schriftenverzeichnis ergänzt.