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Praktische Phänomenologie

Jan Patočkas Revision der Phänomenologie Edmund Husserls

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Christian Rabanus

Phänomenologie als praktische Philosophie – diese schon fast ketzerische These wird in dieser Untersuchung verteidigt. Obwohl die von Edmund Husserl entwickelte phänomenologische Methode zu Recht als sehr abstrakt gilt, birgt sie nämlich ein immenses Potential für das Verständnis der alltäglichen Lebenspraxis. Erst die Weiterentwicklung des nur theoretisch fruchtbaren phänomenologischen Entwurfs Husserls durch Martin Heidegger und dann vor allem durch den tschechischen Husserl-Schüler Jan Patočka brachte die Möglichkeiten der Phänomologie zur Entfaltung. Indem Patočka nämlich existenziales und dialektisches Gedankengut für eine Revision der Phänomenologie nutzte, gelang es ihm, das Konzept einer Philosophie der Praxis auf phänomenologischer Grundlage zu entwerfen.
Aus dem Inhalt: Der politische Hintergrund von Patočkas Schaffen – Philosophische Einleitung – Patočkas Kritik an Husserls subjektorientierter Philosophie – Der Begriff Welt in der Phänomenologie Husserls – Patočkas Revision der Husserlschen Phänomenologie – Die Analyse des Phänomens der Technisierung – Notizen zu Patočkas Leben.