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Beethovens Klaviersatz – Technik und Stilistik

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Andreas Rücker

Die zentrale Stellung Beethovens innerhalb der klavierkompositionellen Entwicklung zwischen Clementi und Chopin/Liszt ist bisher in zahlreichen Untersuchungen einzelner Werke berücksichtigt worden. Um jedoch zu möglichst vollständigen und aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen, unternimmt es die vorliegende Arbeit als erste Veröffentlichung, diese Position Beethovens unter Zugrundelegung seiner sämtlichen klavierbeteiligten Werke aufzuarbeiten. Beethovens kompositorische Impulse sowie seine klaviertechnischen Errungenschaften in der Zeit von ca. 1790 bis ca. 1805 als einer der damals berühmtesten Pianisten waren – in Wechselwirkung mit führenden Klavierbauern seiner Zeit – eine wichtige Voraussetzung für die außerordentlich zügige Entwicklung vom tonschwachen und instabilen Hammerklavier der Jahre um 1780 bis zum vergleichsweise weit fortgeschrittenen Konzertflügel gegen Ende seines Lebens. Doch ein Komponist wie Beethoven verlangt mehr: da er bereits zu Zeiten seiner ausübenden Pianistik dem Instrument Klavier nicht kritiklos gegenüberstand, verarbeitete er innerhalb seines Klaviersatzes auch kompositionsstilistische Wandlungen sowie außerklavieristische Einflüsse (etwa seine vollendete Orchesterinstrumentierung oder Verbindungen zum Gesangssatz in Form einer anschlagstechnischen Cantabilität). So zielt diese Arbeit darauf, eine spezielle Synthese zwischen instrumentaler Spielpraxis, interpretatorischen Aspekten, wissenschaftlicher Exaktheit der Darstellung und Weiterentwicklung der Forschung zu verwirklichen.
Aus dem Inhalt: Entwicklung und Instrumentaltypik des Hammerklaviers bzgl. Beethovens Rezeption – Beethovens Wirken als Pianist und als Klavierpädagoge – Beethovens Einstellung zum Instrument Klavier – Strukturen Beethovenscher Klaviertechniken unter Berücksichtigung periodisch spezifischer Neuerungen – Chronologisches Werkverzeichnis der klavierbeteiligten Werke Beethovens.