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Zur Legitimationsfunktion der Rechtsphilosophie im Nationalsozialismus

Kontinuität und Diskontinuität rechtsphilosophischer Lehren zwischen Weimarer Republik und NS-Zeit

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Imke Schröder

Ausgangspunkt der Untersuchung ist das Fehlen einer einzelfallspezifischen Auseinandersetzung mit der Rolle der Rechtsphilosophie im Nationalsozialismus. Konkret standen drei Fragen zur Untersuchung und Beantwortung an: Die Frage, ob und in welchem Ausmaß Rechtswissenschaft und Rechtspraxis als «willige Erfüllungsgehilfen» der nationalsozialistischen Ideologie fungiert haben; die Frage ob es eine «Rechtsphilosophie des Nationalsozialismus» gab und welches ihre Merkmale waren. Ferner die Frage, ob die beiden bislang als einheitliche Erklärungsmuster verwendeten Grundthesen zum einen einer bereits zu Zeiten der Weimarer Republik bestehenden großen Affinität der rechtsphilosophischen Lehre zur Ideologie des Nationalsozialismus, zum anderen des fehlenden deutlichen Widerstandes aufgrund der Intention, «Schlimmeres verhüten» zu wollen, tatsächlich in erschöpfender und zutreffender Weise die Motive und Reaktionsformen der rechtsphilosophischen Lehre im Nationalsozialismus beschreiben.
Aus dem Inhalt: «Die» Rechtsphilosophie des Nationalsozialismus? – Spezifische NS-Dogmen / Kontinuität und Diskontinuität rechtsphilosophischer Produktion anhand von autorenspezifischen, vergleichenden Textanalysen – Ablehnung der These von 2 Erklärungsgrundmustern für die Bereitstellung «passender» Ideologietheorien durch die Rechtsphilosophie.