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Wirklichkeit und Sprache

Die Versprachlichung der Zeit im Deutschen und Tschechischen im funktional-pragmagrammatischen Vergleich: Tempus – Aspekt – Distanz

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Karel Senkerik

Mit dieser Arbeit liegt eine umfassende Beschreibung des deutschen und des tschechischen Tempussystems sowie der mit ihnen verbundenen Verbalaspekte und Aktionsarten vor. Die Ergebnisse haben wichtige Konsequenzen für die Sprachtheorie – insbesondere im Bereich der Deixis, der kognitiven bzw. funktionalen Grammatik und der linguistischen Pragmatik. Eine Besonderheit der Arbeit besteht darin, dass erst aus der Gegenüberstellung der beiden Sprachen ein neuer theoretischer Ansatz entwickelt wird. Dieser fasst den Verbalaspekt auf als übergeordnetes Prinzip der Organisation von Tempusformen. Es werden alle Ebenen des Sprachgebrauchs untersucht: von der Begriffsstruktur einer Tempusform über die aspektuell-aktionalen Inhalte und deren Formen bis hin zur Indikation einer Illokution durch die relevanten Kategorien.
Aus dem Inhalt: Die Kategorialität des tschechischen Verbalaspekts – Die Wiedergabe der deutschen Tempora im Tschechischen – Die Aktionalität des Verbalausdrucks: Die Ereignisperspektivierung im Tschechischen und im Deutschen – Tempusdeixis im Deutschen und Tschechischen – Temporal-aktionaler Kontext der Proposition und überpropositionale Kontextualisierung – Sprecher-Hörer-Salienz der synthetischen Tempusform und kontextsensitive Auflösung der analytischen Tempusform – Grammatikalisierung der analytischen Tempusformen oder Kontextualisierung der ontologischen Basisprädikatoren? – Das korrigierte Origo-Modell: Ich bin jetzt hier und Ich tue jetzt hier – Pragmatik in der Grammatik oder Grammatik in der Pragmatik? Funktionale Pragmagrammatik.