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Welttheater und Geschichtsprozeß

Zu Goethes" Faust</I>

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Thomas Metscher

Im Mittelpunkt der in diesem Band gesammelten Arbeiten stehen zwei verbundene Fragen: die nach der Darstellung geschichtlicher Prozesse in Goethes Faust und die nach der besonderen Theaterform, in der diese Darstellung erfolgt. Faust wird verstanden als tragikomisches Welttheater, dessen zentraler Gegenstand die bürgerliche Gesellschaft in ihrer geschichtlichen Bildung ist, in einer zweiten Dimension der Prozeß der europäischen Zivilisation von seinen archaischen Ursprüngen bis in die historische Konstellation der Moderne. Die Hauptstudien werden von einer Reihe ergänzender Texte begleitet. Sie betreffen Goethes Weltanschauung, das Zeitalter Goethes als Epochenprofil, Tragödie, Komödie und Tragikomödie als Gattungsbegriffe, Positionen der Forschung, den Streit um Faust. Methodisch versuchen diese Arbeiten, das Instrumentarium philologischer Analyse mit dem geschichtlicher Deutung zu verbinden. Zugleich folgen sie einem theoretischen Interesse: der Frage nach der besonderen Erkenntnisart von Literatur.
Aus dem Inhalt: Faust und die bürgerliche Gesellschaft – Natur und Geschichte in Goethes klassischer Walpurgisnacht – Die Revolution in der Form der Kunst. Zur ästhetischen Kultur in Europa, 1760-1830 – Klassik, Revolution und utopisches Bewußtsein – Der Begriff der Geschichte in Goethes Faust – Dialektik und Welttheater.