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Karl August Varnhagen von Ense / Heinrich Düntzer: «durch Neigung und Eifer dem Goethe’schen Lebenskreis angehören»

Briefwechsel 1842-1858 - Teil 1: Einführung und Text, Teil 2: Kommentar

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Berndt Tilp

Die unveröffentlichte Korrespondenz zwischen Karl August Varnhagen von Ense (1785-1858) und Heinrich Düntzer (1813-1901) wird hier zum erstenmal ediert. Sie beleuchtet die Arbeitsbedingungen Düntzers in der sich entfaltenden Goethe-Philologie im Umfeld der Revolution von 1848 und veranschaulicht sowohl textkritische als auch hermeneutische Problemkreise im Spannungsfeld von restaurativer Universitätspolitik und restriktiven Nachlassverfügungen. Der Briefwechsel dokumentiert einen generationenübergreifenden Dialog zu Goethe zwischen einem Zeitgenossen und einem nachgeborenen Philologen, in dem Varnhagens journalistische und rezensorische Tätigkeit für die Arbeiten des akademischen Außenseiters Düntzer eine substantiell wichtige Funktion einnehmen und die universitäre Mißachtung ausgleichen kann. Der Kommentar erläutert die zeitgeschichtlichen und personenkundlichen Hintergründe und erschließt mit ergänzenden Archivalien einen bislang marginalisierten Bereich in der Fachgeschichte der Germanistik.
Aus dem Inhalt: Band 1: Einführung: Zur Editions- und Forschungsgeschichte – Die akademische Laufbahn Heinrich Düntzers und ihr Scheitern – Goethe-Philologie – Philologie und Biographik – `Erläuterungen zu den deutschen Klassikern’ – Zwischen Archivierung und Verbreitung – Vergangenheit und Überlieferung – Textkritik und Hermeneutik – Dokument und Werk – Wissenschaftsgeschichtlicher Rang – Texte 1842-1858 – Band 2: Erläuterungen – Literaturverzeichnis – Register.