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Die Suche nach dem «großen Gefühl»

Wahrnehmung und Weltbezug bei Botho Strauß und Peter Handke

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Christine Winkelmann

Die Frage, ob und wie «Gefühl» eine elementare Weise des Weltbezugs sein kann und Dichtung diesem Problem gerecht zu werden vermag, ist Ausgangspunkt dieser Untersuchung. Es wird gezeigt, wie die hier untersuchten Autoren Botho Strauß und Peter Handke sich auf unterschiedlichen Wegen um eine gemeinsame «Ausgangsszene» bewegen. Die der poetischen Weltinszenierung beider Autoren struktur-sympathetisch folgende Darstellung gibt dabei selbst das Charakteristische dieses Weges wieder: Motivkomplexe, die sich in «ewiger Wiederkehr» progressionslos variieren, dienen der Systematik des Straußschen Werks - chronologisch folgt hingegen der Blick der in eine Kreisbewegung mündenden Entwicklung in Handkes Werkprozeß. Der an der Vergangenheit orientierten Klage über den Verlust des «großen Gefühls» bei Strauß steht bei Handke die Auflösung des Gefühlsbegriffs in Beschreibungen gefühlvoller Wahrnehmungen gegenüber.
Aus dem Inhalt: Geschichte des Gefühlsbegriffes - Der Bezug zu Gott und der Welt (Die heruntergekommenen Götter, Eiszeit auf Erden...) - Die Rolle der Kunst (Das Pathos des Widersprechens, der Bleistift als ordnungsstiftendes Element...).