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Zwischen Tradition und Revolution

Die Frauengestalten in «Wilhelm Meisters Lehrjahren» und ihr Verhältnis zu deutschen Originalromanen des 18. Jahrhunderts

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Ingrid Ladendorf

Im Zusammenhang mit den Frauengestalten der «Lehrjahre» ist bisher die Frage weitgehend unbeachtet geblieben, inwiefern sie mit Heldinnen aus früheren deutschen Originalromanen in Verbindung zu bringen sind. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, auf diese Beziehung hinzuweisen.
Vor dem Hintergrund der Weiblichkeitsbilder aller noch erhältlichen deutschen Originalromane zwischen 1750 und 1770 erscheinen die Frauenfiguren der «Lehrjahre» in einem sehr modernen Licht. Sie zeugen von Goethes Sensibilität für die Probleme der Frau in der Gesellschaft seiner Zeit und spiegeln seine durchaus progressive Haltung. Darüberhinaus erweisen sich die Heldinnen zugleich als Symbole des Goetheschen Glaubens an die humane Evolution des Menschen.
Aus dem Inhalt: Weiblichkeitsbilder im deutschen Roman zwischen 1750 und 1770 - Die Gefallene als Avantgarde weiblicher Selbstbestimmung - Frauengestalten als Beitrag zur Romangeschichte - Frauengestaltung und Evolutionssymbolik.