Show Less
Restricted access

Bürgerliche Kindheit im Deutschland des 18. Jahrhunderts anhand autobiographischer Zeugnisse

Series:

Anita Meschendörfer

Vorliegende Studie zeichnet anhand von autobiographischen Zeugnissen bürgerliche Kindheit im Deutschland des 18. Jahrhunderts nach. Die Untersuchung vergleicht einzelne Aussagen zu verschiedenen Bereichen von Kindheit, stellt Typisierungen und Abweichungen fest und sucht sie in einen sozialhistorischen Zusammenhang zu stellen. Wenn auch die Aussagen kein umfassendes, in sich stimmiges Bild von Kindheitserfahrungen des 18. Jahrhunderts geben können, kann die Untersuchung nachweisen, wie sich der Kinderalltag vor allem in den gehobenen Schichten der Gebildeten nachhaltig veränderte, aus dem «kleinen Erwachsenen» ein wohlbehütetes Kind wurde. Ungeachtet verschiedener sozialer Schichten, verschiedener Einkommensverhältnisse und Lebenseinstellungen zeigen die Ergebnisse der Arbeit, daß Kindheiten in kleinbürgerlichen Verhältnissen mit Kindheiten im gebildeten Bürgertum neben den Unterschieden auch Gemeinsamkeiten aufzuweisen hatten.
Aus dem Inhalt: Das Bild der Eltern - Der Umgang mit Verwandten, Ammen und Dienstboten - Eltern als Lehrer ihrer Kinder: Bildungs- und Berufsvorstellungen - Mädchenerziehung und Mädchenbildung - Religiöse Erziehung - Die Welt der Bücher - Gestaltung der Freizeit - Strafe und Gewalt - Sexualität und Aufklärung - Geburt und Tod - Die Bedeutung von Kleidung.