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Andeuten und Verschleiern in Dichtungen von Plautus bis Hemingway und von der Goethezeit bis Sarah Kirsch

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Wolfgang Wittkowski

Stärker als üblich in der Literaturwissenschaft betonte der Verfasser stets die Werte, d.h. die ethischen Motive und Folgen menschlichen Verhaltens in der Sicht dichterischer Werke. In den hier gesammelten Studien erläutert er sie, wie sie sich ihm an den Texten und Strukturen phänomenologisch sowie im historischen Kontext der Werke darstellten. - Große Dichtung liefert selten Klartexte. Welche ethischen Wertpositionen den Vorrang haben sollen, wird oft verschleiert und nur angedeutet, um Konflikte zu vermeiden; vor allem aber, um den Leser als Leser und als Mensch zu testen und womöglich zu fördern. Die Aufdeckung solcher Verfahrensweisen macht die Werklektüre fesselnd. Zugleich erscheint die behandelte Literatur in aktuellem und wissenschaftlich neuem Licht, fügt sich aber nun vielfach überraschend leicht in ihre historischen Kontexte.
Aus dem Inhalt: Goethes Aktualität - Dramen von Lessing, Goethe, Schiller - Das Amphitryon-Thema - Musikstrukturen in romantischer Dichtung - Erzähldichtung von Annette v. Droste-Hülshoff, Stifter, Fontane, Hemingway - Ein Gedicht von S. Kirsch.