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Die Verantwortlichkeit des Arztes für fahrlässiges Verhalten anderer Medizinalpersonen

Über die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Arztes für fremde Fahrlässigkeit im Rahmen medizinischer Arbeitsteilung

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Hans-Werner Umbreit

Der Verfasser untersucht, unter welchen Voraussetzungen den Arzt, der in einen arbeitsteilig aufgespaltenen Arbeitsprozeß eingebunden ist, für fremde Fahrlässigkeit die eigene strafrechtliche Verantwortlichkeit trifft. Er setzt sich kritisch mit den bisherigen von Literatur und Rechtsprechung entwickelten Lösungsmodellen auseinander. Dabei zeigt er, daß es für den als Mittel der Haftungsrestriktion überwiegend propagierten Vertrauensgrundsatz nur einen eingeschränkten Anwendungsbereich gibt. Außerdem kommt er zu dem Ergebnis, daß es den einen Vertrauensgrundsatz schlechthin nicht gibt. Soweit er überhaupt Anwendung findet, ist er abhängig von den unterschiedlichen Strukturen mehrheitlichen medizinischen Zusammenwirkens. Maßgebende Bedeutung kommt daher der Frage zu, inwieweit der Arzt in der Lage war, fremdes Verhalten zu steuern.
Aus dem Inhalt: Lösungsmodelle in Literatur und Rechtsprechung - Entwicklungsgeschichte des Vertrauensgrundsatzes - Unterschiede hinsichtlich objektiver und subjektiver Vertrauensbasis sowie vertikaler und horizontaler Arbeitsteilung - Verantwortlichkeit im Belegarztsystem.