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Herrschaftsbildung zwischen Königtum und Adel

Die Bischöfe von Freising in salischer und frühstaufischer Zeit

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Doris Hagen

Die Geschichte der Freisinger Kirche im 11. und frühen 12. Jahrhundert stellt ein Beispiel für den verfassungsrechtlichen und gesellschaftlichen Wandel dieser Zeit dar. In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts betrieb der Bischof eine Kloster- und Güterpolitik nicht nur im Interesse seiner Kirche, sondern auch zugunsten von Herrscher und Adel, die ihn dafür mit reichen Schenkungen bedachten. Ungefähr seit der Jahrhundertmitte machten Auseinandersetzungen in Bayern und im Reich sowie die Kirchenreform diese für die Freisinger Kirche gewinnbringende Politik unmöglich. Der Bischof stellte nun seine Herrschaft mit Hilfe seiner Domkanoniker und Ministerialen auf neue Grundlagen. Während er diese für ihre Unterstützung privilegierte, konnte er auch für sich unantastbare Rechte beanspruchen.
Aus dem Inhalt: Königs- und adelsnahe Politik des Bischofs in der 1. Hälfte des 11. Jahrhunderts - Veränderte politische Bedingungen für den Bischof seit der Jahrhundertmitte - Verengung des bischöflichen Beziehungsgeflechts auf Domkanoniker und Ministerialen - Konsolidierung der politischen Verhältnisse im Hochstift Freising zu Beginn des 12. Jahrhunderts.