Show Less
Restricted access

Studien zum historischen Roman (1930-1945)

Series:

Willy A. Hanimann

Der historische Roman, seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts eine zunehmend populäre Gattung, erhielt im Nationalsozialismus als rechtfertigungsideologischer Versuch seine besondere Aktualität. Aber auch Autoren des Exils und der Inneren Emigration benützten ihn als Kampfmittel. Die vorliegende Arbeit versucht, die ideologische Tendenz dieser Gattung bei den erwähnten drei Autorengruppen im einzelnen herauszuarbeiten. Sie eröffnet dabei auch das Selbstverständnis der jeweiligen Parteien. Der I. Teil dient als Ausgangsbasis, indem er die Gattungsproblematik erörtert, was bisher, abgesehen von Lukács' ideologisch fixiertem Versuch über den historischen Roman, nur ansatzweise geschehen ist und indem ein Exkurs in die deutsche Geschichtsphilosophie die Analyse und Kritik der Romanbeispiele und des Selbstverständnisses der Autoren vorbereitet.
Aus dem Inhalt: Die Gattungsproblematik des historischen Romans - Exkurs in die deutsche Geschichtsphilosophie - Der historische Roman im Selbstverständnis von Autoren des Exils, des Nationalsozialismus und der Inneren Emigration - Interpretation von Beispielen aus den Jahren 1930-1945 (H. Mann, G. Kolbenheyer, W. Bergengruen, R. Schneider).