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Die Glogauer Landesprivilegien des Andreas Gryphius von 1653

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Dirk Lentfer

Die Ausgabe der Glogauer Landesprivilegien des Andreas Gryphius von 1653 schließt eine Lücke in der Forschung um den berühmten Barockdichter. Sie verbindet in der Einleitung historische, verfassungsrechtliche und germanistische Forschung. Die von Gryphius gesammelten verfassungsrechtlichen Urkunden für das schlesische Fürstentum Glogau markieren den Schnittpunkt mehrerer verfassungsgeschichtlicher Themen und Epochen. Sie stehen am Ende des Ständestaates im Übergang zum Absolutismus. Zudem sind sie ein Zeugnis des protestantischen Schlesiens in seiner Auseinandersetzung mit dem habsburgischen Katholizismus. Die Glogauer Landesprivilegien zeigen damit anschaulich ein Kapitel zur Rechtsgeschichte der Gegenreformation. Hierbei war auch der persönliche Glauben des Spitzenjuristen Gryphius für die Politik seines Glogauer Landes von großer Bedeutung.
Aus dem Inhalt: Drei Kapitel Einleitung mit historischen, rechtlichen und persönlichen Hintergründen der Sammlung verfassungsrechtlicher Urkunden für das schlesische Fürstentum Glogau im Kampf der Stände um ihre alten Rechte unter der Führung des Juristen Gryphius - Edition der Glogauer Landesprivilegien des Andreas Gryphius von 1653.