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Boris Pasternaks monadische Poetik

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Reinhold Vogt and Elise Vogt

Boris Pasternak (1890-1960) hat sich während seines Philosophiestudiums auch mit der Philosophie Leibniz' beschäftigt. Die Studie geht den Analogien zwischen Pasternaks künstlerischem Weltmodell und Leibniz' philosophischem Weltentwurf nach. Dieser Vergleich zeigt, daß Pasternaks poetische Welt in der Tradition eines metaphysischen Optimismus steht, der das Universum als aktuelle Sinnfülle modelliert. Das die condition moderne kennzeichnende Bewußtsein der epochalen Krise, der Auflösung des Ganzen und des «großen Stils» (Nietzsche) wendet Pasternak positiv um: Gegen die mit dem Krisenbewußtsein einhergehenden Entfremdungserfahrungen führt er stets aufs neue den Beweis der Integrierbarkeit des Fremden ins Eigene.
Aus dem Inhalt: Zur Typologie einer monadischen Poetik: Leibniz' Monadologie - Die universalpoetische Konzeption der deutschen Frühromantik - Pasternaks monadische Poetologie (Vassermanova reakcija, Cernyj bokal, Ochrannaja gramota) - Textanalysen zur Prosa: Das dualistische Sujetschema - Detstvo Ljuvers - Doktor Zivago.