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Welten in Zeichen

Sprache, Perspektivität, Interpretation

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Hans Jörg Sandkühler

Welten in Zeichen – der Titel dieses Bandes signalisiert einen theoretischen Paradigmenwechsel und eine Veränderung in Kultur und common sense. Er dementiert nicht, was zu leugnen müßig wäre: Wir leben in einer Welt, die wir nicht erst im Denken schaffen. Aber wie wir in dieser Welt leben, verstehen wir heute anders als zu Zeiten, in denen das Denken zu Kopien einer fertigen Welt verpflichtet zu sein schien. Bis in unsere Alltagsintuitionen hat sich die Einsicht durchgesetzt, daß die eine Welt durch Zeichen zu mannigfaltigen Welten geformt wird. Sprache, Perspektivität und Interpretation sind die Signaturen der Gestaltung, durch welche die Realität Sinn und Bedeutungen erhält und zu Lebenswelten wird. Zu erklären, was es bedeutet, daß wir Sprachen sprechen, Perspektiven einnehmen und wechseln können, Bilder schaffen und Interpretationen geben, um zu verstehen und uns verständlich zu machen, ist zu einer der vorrangigen Aufgaben von Philosophie und Wissenschaften geworden.
Aus dem Inhalt: Günter Abel: In Sprache verstrickt. Sprache als Schlüsselthema der Philosophie – Martina Plümacher: Epistemische Perspektivität – Bärbel Frischmann: Versuch einer Typologisierung von Metapherntheorien: metaphysisch, szientistisch, ironistisch – Thomas Metscher: Welt im Spiegel – Wolfgang Wildgen: «Piktoriale» Repräsentationen und Text: am Beispiel von Hermann Hesse – Pirmin Stekeler-Weithofer: Formen der Repräsentation und des Handelns nach Hegel – Gerhard Pasternack: Repräsentation und Interpretation.