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Autobiographische Aspekte in den Romanen «Zeit meines Lebens» und «Stunde der Überlebenden» von Heinz Piontek

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Robert Buczek

Die leitende Aufgabe des Buches ist die Antwort auf die Frage nach der Rolle und Funktion der autobiographischen Aspekte in dem in den beiden autobiographischen Romanen Zeit meines Lebens und Stunde der Überlebenden unternommenen Selbstkreierungsprozess des Autors. Der in den beiden Büchern von Piontek unternommene Versuch soll zeigen, wie die besonderen Merkmale der gewählten Gattung Autobiographie den literarischen retrospektiven Prozess der Selbstkreierung, aber auch der Selbsterkenntnis ermöglicht und mitgesteuert haben. Es wurde die These aufgestellt, dass die von Heinz Piontek bewusst gewählte Gattungsform die von ihm gestellten Ziele erfüllen sollte. Geschildert wurden die narrativen Voraussetzungen, die zu erfüllen sind, um die von Heinz Piontek ins Auge gefassten Ziele, wie die Kreierung des stilisierten Selbstporträts, die Aufarbeitung des eigenen Individuationsprozesses, die Kreierung der literarischen Personenporträts, die Identitätssuche und -findung oder die Heraufbeschwörung der verlorenen Heimat, zu erreichen. Die in der Analyse beschriebenen Rechtfertigungsversuche von Piontek gelten für die gesamte Pionteksche Generation, die durch die NS-Indoktrination für ihr Leben gezeichnet wurde. Neben den sozialen, mentalen und kulturellen Verlusten als Folge der NS-Eroberungspolitik kam bei Piontek der subtile Umgang mit dem Verlust der oberschlesischen Heimat zur Sprache.
Aus dem Inhalt: Narrative Voraussetzungen und der Authentizitätsanspruch der Autobiographie – Strukturanalyse der Autobiographie – Schlesische Aspekte bei der Heraufbeschwörung verlorener Heimat.