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Europäische Einheit in babylonischer Vielfalt

Die Reform des Sprachenregimes der Europäischen Union im Spannungsfeld von Demokratie und Effizienz

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Andreas Ross

In der Europäischen Union sollen die Sprachen aller Mitgliedstaaten gleichberechtigte Amts- und Arbeitssprachen sein. Die Realität sah immer anders aus. Nun droht endgültig der Sprachenkollaps: Mit bald mehr als 20 Arbeitssprachen nähern sich die EU-Organe der Handlungsunfähigkeit. Eine Bestandsaufnahme der Sprachensituation in den einzelnen Institutionen zeigt, dass sich mit Dolmetschern und Übersetzern nicht alle Kommunikationsbarrieren überwinden lassen. Eine grundlegende Reform des Sprachenregimes ist unausweichlich. Doch würde eine Beschränkung auf wenige Sprachen nicht die prekäre Legitimität der Union gefährden? Der Autor analysiert die Beschaffenheit politischer Öffentlichkeit und plädiert für ein abgestuftes Arbeitssprachenmodell, das sowohl demokratisch als auch effizient wäre.
Inhalt: Die Sprachenreglemente der EU-Institutionen im Vergleich – Grenzen des integralen Multilingualismus – Vielsprachigkeit und demokratische Legitimation – Politische Einheit trotz sprachlicher Vielfalt – Vorschlag für ein abgestuftes Sprachenregime.