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Johannes Trojan 1837–1915

Ein Spötter und Poet zwischen Kanzler und Kaiser

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Friedrich Mülder

Johannes Trojan stand als ein naturnaher Lyriker in der Tradition des 19. Jahrhunderts. Die literarische Moderne, den Naturalismus, lehnte er ab. Er wandte sich aber auch entschieden gegen die «Butzenscheibenliteratur» seiner Zeitgenossen. Als Chefredakteur des humoristisch-satirischen Witzblattes Kladderadatsch befand sich Trojan in schwieriger Position zwischen Kanzler Bismarck und Kaiser Wilhelm II. Das einstige agitatorisch-demokratische Kampfblatt der bürgerlichen Revolutionäre von 1848 litt, wie alle oppositionellen Zeitungen, unter dem ständigen politischen Druck der Pressegesetze, der harten Zensur und gerichtlicher Verfolgung.
Viele bisher unbekannnte Dokumente und Briefe ermöglichten, die Biographie Johannes Trojans in ein breit angelegtes Zeitbild zu stellen.
Aus dem Inhalt: Kindheit und Jugend in Danzig – Westwärts – Student der Medizin in Göttingen – Nach Bonn und Berlin – Student der Philologie – Lehrzeit bei Adolf Glaßbrenner – Bei den Gelehrten des Kladderadatsch – Die Freunde Johannes Trojan und Heinrich Seidel – Majestätsbeleidigung – Krieg oder Frieden? Was bleibt?