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Untersuchungshaft im deutschen und tschechischen Recht

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Petr Bohata

Mehr als 12 Jahre nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Diktaturen in Mittel- und Osteuropa beginnt die entscheidende Vorbereitungsphase für die Osterweiterung der Europäischen Union. Diese Anpassung des innerstaatlichen Rechts an den Besitzstand der EU macht, trotz relativ weniger fester Vorgaben, auch vor dem Strafprozess nicht Halt. Vor dem Hintergrund des kürzlich beschlossenen Rahmenbeschlusses der EU über den Europäischen Haftbefehl wirkt sich die europäische Rechtsvereinheitlichung auch auf die Regelungen auf dem Gebiet der Untersuchungshaft aus. Die Arbeit beschäftigt sich mit der U-Haft in zwei Nachbarstaaten, der Tschechischen Republik und Deutschland. Neben einer vergleichenden Darstellung des Rechtsinstituts U-Haft soll insbesondere untersucht werden, inwieweit sich das Recht der U-Haft in einem demokratischen Staat gegenüber einem Staat unterschiedlich entwickelt hat, der viele Jahrzehnte einer Diktatur unter der Zwangsherrschaft der Kommunistischen Partei unterworfen war.
Aus dem Inhalt: Voraussetzungen der U-Haft – Haftgründe – Haftbefehl – Dauer der Untersuchungshaft – Überprüfung der Untersuchungshaft – Vollzug der Untersuchungshaft – Sonderregelungen bei Jugendlichen, Ausländern und Frauen – Abschiebungs- und Auslieferungshaft – Europäischer Haftbefehl.