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Regionalisierung und politische Bewußtseinsbildung

Eine Untersuchung am Beispiel der politischen Elite der spanischen Region Extremadura

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Wolfram Brächer

Regionalismus und Regionalisierung stehen seit geraumer Zeit verstärkt im Fokus der politikwissenschaftlichen Forschung. Der Autor untersucht in dieser Studie der politischen Kulturforschung, ob eine ex-ovo-Regionalisierung eine dauerhafte und tiefgreifende politische Bewußtseinsbildung nach sich zieht. Als Analyseobjekt dient die politische Elite der spanischen Region Extremadura (Regionalparlamentarier und -regierungsmitglieder), ein randständiges Gebiet ohne existente historisch tiefgreifende regionale Deutungsmuster.
Im ersten Teil des Buches werden die staatsrechtlichen, soziologischen sowie bevölkerungsgeographischen Bedingungsfaktoren erfolgreicher Regionalisierung am Beispiel diskutiert. Der zweite Teil umfaßt die geraffte Wiedergabe der Antworten der regionalen politischen Elite auf einen eigens erarbeiteten Fragebogen sowie die ausführliche Analyse der Antworten im Hinblick auf die Leitfragestellung.
Sowohl der rechtliche Rahmen als auch die Auswertung der Antworten lassen das Prozeßhafte der Bewußtseinsbildung erkennen. Ein grundlegendes genuines politisches Regionalbewußtsein existiert, welches jedoch der weiteren Stärkung bzw. seiner Ausgestaltung sowohl im Affektiven als auch im Konkreten harrt.
Aus dem Inhalt: Der spanische Regionalstaat – Das Statut als verfassungsähnliche Grundnorm jeder CC.AA. – Entwicklung des Regionalisierungskonzeptes als «Aktionsraum» politischer Bewußtseinsbildung – Die regionale Finanzverfassung – Die spanische Staatsstruktur – Extremadura - eine Region in Spanien – Das politische System Extremaduras – Empirische Feldforschung: Zusammenfassung und Analyse.