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Die Selbstbelastungs- und Verteidigungsfreiheit

Ein Beitrag zu den Garantiewirkungen von Verfahrensrechten im Hinblick auf die Beweiswürdigung, Strafzumessung und Strafbarkeit des Beschuldigten im Strafprozess

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Maike Aselmann

Gegenstand der Untersuchung ist der Schutz des Beschuldigten vor erzwungener Selbstbelastung sowie sein Recht zur freien Verteidigung. Es wird dargelegt, dass der Beschuldigte das prozessuale Recht hat, vollständig, zeitweise und partiell zu den Tatvorwürfen zu schweigen, ihm jedoch kein Recht zu aktiver Manipulation der Sachverhaltsaufklärung zusteht. Die Schrift erörtert die Verwertbarkeit passiven und aktiven selbstbegünstigenden Prozessverhaltens im Rahmen der Beweiswürdigung und Strafzumessung und untersucht die Konsequenzen prozessualer Wertentscheidungen für die Auslegung einzelner Straftatbestände. Darüber hinaus geht es um die Frage, ob dem materiellen Strafrecht eine allgemeine Wertentscheidung für die Privilegierung des Selbstbegünstigungsstrebens des Beschuldigten entnommen werden kann.
Aus dem Inhalt: Der Beschuldigte als Prozesssubjekt – Die Selbstbelastungs- und Verteidigungsfreiheit als prozessuale Rechte – Grundsatz des nemo tenetur se ipsum accusare – Schweigerecht und Selbstbegünstigungsstreben des Beschuldigten – Beweiswürdigung, Strafzumessung und Strafbarkeit passiven und aktiven selbstbegünstigenden Prozessverhaltens des Beschuldigten – Wechselwirkungen zwischen Prozessrecht und materiellem Strafrecht.