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Zwischen Utopie und Wirklichkeit

Das dramatische Werk von Alfons Paquet

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Martina Thöne

Als Weltreisender, Schriftsteller und Journalist wird Alfons Paquet (1881-1944) in besonderer Weise Zeuge der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor allem mit seinen Dramen und deren Umsetzung im Avantgardetheater von Erwin Piscator erregt der Kosmopolit Aufsehen. Die Arbeit gibt erstmals einen umfassenden Überblick über die Entstehung, Intention und Rezeption aller publizierten Schauspiele von Alfons Paquet. Die systematische Rekonstruktion seines dramatischen Gesamtwerkes umfasst sowohl Textanalysen als auch die Auswertung von bislang unveröffentlichtem Archivmaterial und zeitgenössischen Rezensionen. Differenziert weist die Autorin nach, dass Paquet die Grenzen von Epik, Lyrik und Dramatik gezielt durchbricht und als ein entscheidender Wegbereiter des «epischen Theaters» zu gelten hat.
Aus dem Inhalt: Paquets Dramen als Lesetexte – Paquet und die russische Revolution – Paquet und das Quäkertum – Die moderne Berichtstechnik: Der vorgezeichnete Einsatz filmischer Einblendungen – Die Umsetzung Paquetscher Dramen auf der Bühne – Eigenart und Elemente des «epischen Theaters» – Die technische Revolutionierung des Theaters: Der Einsatz von Bild- und Textprojektionen – Im Spiegel der zeitgenössischen Kritik.