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Varietäten – Theorie und Empirie

Series:

Alexandra N. Lenz and Klaus J. Mattheier

Thema des Bandes ist der Sprachbereich, der sich in den letzten zehn Jahren als eines der bedeutsamsten Theoriekonzepte innerhalb der modernen Variationslinguistik herausgestellt hat: die Sprachvarietät. Die zu dieser Thematik zusammengetragenen Beiträge dokumentieren in erster Linie, wie weit die Theoriearbeit im Umfeld der Sprachvarietät noch von einer ausgewogenen und empirisch überzeugenden «Theorie der Sprachvarietät» entfernt ist. Auf allen drei Begriffsebenen, die in einer Definition der Varietät zusammentreten, in der Variationslinguistik, in der soziolinguistischen Strukturierung der gesellschaftlichen Formation und auch im sozialpsychologischen Bereich der Fokussierungs- und Identifikationsfunktion der Varietät, fehlen noch entscheidende Theoriekonstrukte. Der Band deckt jedoch nicht nur Forschungsdesiderata auf, sondern bietet auch Lösungsansätze an.
Aus dem Inhalt: Alexandra N. Lenz/Klaus J. Mattheier: Zu diesem Band – Jens Lüdtke/Klaus J. Mattheier: Variation - Varietäten - Standardsprachen. Wege für die Forschung – František Daneš: Dimensionen im Varietätenraum – Edgar Radtke: Bemerkungen zur italianistischen Wissenschaftsgeschichte des Varietätenbegriffs in den letzten dreißig Jahren – Jürgen Erich Schmidt: Versuch zum Varietätenbegriff – Alexandra N. Lenz: Hyperdialektalismen und Hyperkorrektionen - Indizien für Varietätengrenzen – Harald Thun: Variation im Gespräch zwischen Informant und Explorator – Jörn Albrecht: Die Gemeinsprache als jüngstes Stadium der Nationalsprache – Ludwig M. Eichinger: Norm und regionale Variation. Zur realen Existenz nationaler Varietäten – Roland Willemyns: Der Einfluss von Dialektresistenz auf die flämischen Substandardvarietäten – Jens Lüdtke: Kontaktvarietäten.