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Arbeitsrechtliche Maßnahmen in Übernahmeauseinandersetzungen nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz

Unter besonderer Berücksichtigung der Europäischen Übernahmerichtlinie

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Hendrik Horstmann

Wie die Aufsehen erregende Übernahme der Mannesmann AG durch die britische Vodafone AirTouch plc. im Jahre 1999/2000 gezeigt hat, haben erfolgreiche öffentliche Übernahmeangebote insbesondere für die betroffenen Arbeitnehmer oftmals negative Auswirkungen: Kurz nach der Akquisition wurde der attackierte Konzern mit 131.000 Beschäftigten zerschlagen. In einem Spannungsverhältnis dazu steht, dass die mit der Übernahme angestrebten positiven Effekte regelmäßig nur bei aktiver und wohlwollender Mitarbeit der Belegschaften zu erreichen sind. Dementsprechend versuchen Bieter und Management einer abwehrwilligen Zielgesellschaft während des Angebotsverfahrens in der Praxis gleichermaßen die Gruppe der Beschäftigten für die jeweils eigene Position zu gewinnen. Auf dieser Grundlage werden – nach Darstellung der allgemeinen arbeitsrechtlichen Aspekte des neu geschaffenen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes – solche Zusagen thematisiert, die der Bieter respektive die gegnerische Verwaltung im Rahmen eines unkoordinierten Übernahmeversuchs gegenüber den Mitarbeitern der Zielgesellschaft verkündet.
Aus dem Inhalt: Nationale und europäische Entwicklung des Übernahmerechts – Umsetzung der Richtlinie 2004/25/EG – Informationspflichten und Stellungnahmerecht – Pflicht zur Einhaltung arbeitnehmerbezogener Zusagen.