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«De arte honeste amandi»

Studien zur Ikonographie der höfischen Liebe

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Katharina Anna Glanz

Die interdisziplinäre Untersuchung widmet sich dem Bildbereich höfischer Liebe als Teil einer spezifisch mittelalterlich laikalen Bildkultur. Vor dem Hintergrund der volkssprachlichen Dichtung werden zunächst die Prozesse der Genese und Etablierung der höfischen Liebesikonographie näher beleuchtet. An deren Ende steht ein formelhaftes Motivinventar, das markante Parallelen zu dem der Dichtung zeigt, letztlich aber unabhängig von dieser das komplexe höfische Liebesideal in gleichbleibender Kontinuität wiederholt zu evozieren vermag. Den Schwerpunkt der Untersuchung bildet der ikonographisch orientierte Mittelteil, in dem anhand ausgewählter Beispiele, u.a. aus der bekannten Manessischen Liederhandschrift, das eigentliche Vokabular jener profanen Ikonographie analysiert wird. Dabei wird auch nach der Funktion dieser Bildwelt im Kontext sich verändernder historischer und sozialer Situationen gefragt.
Aus dem Inhalt: Genese, Etablierung und Charakteristika der Bildzeugnisse höfischer Liebe – Ikonographische Einzeluntersuchungen: Das Sehen und die Blicke der Liebe – Das Liebesgespräch – Dienst und Devotion – Bewaffnung des Liebenden – Umarmung und Kuss – Sturm auf die Minneburg – Die erotische Jagd – Das erotische Schachspiel – Funktion und Gebrauchsgruppen der Bildzeugnisse höfischer Liebe.