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Akten um die Deutsche Volksgruppe in Rumänien 1937-1945

Eine Auswahl

Klaus Popa

Der Band veranschaulicht die nach dem 1. Weltkrieg zur Regel gewordene extreme Nationalisierung und schließliche Nazifizierung volksdeutscher Gruppen in Mittelost-, Ost- und Südosteuropa am Beispiel der deutschen Minderheit Rumäniens. Diese Minderheit steht exemplarisch für die Instrumentalisierung der so genannten Volksdeutschen seitens des Dritten Reiches, dessen NS-Doktrin diese Deutschen als unlösbaren Bestandteil des 100-Millionen Volkes feierte. Die Dokumentensammlung veranschaulicht, wie die SS-Führung die deutsche Minderheit Rumäniens als erfolgreiches Experimentierfeld dessen missbrauchte, was der Herausgeber als Volksgruppen-Engineering bezeichnen möchte. Diese Volksgruppe erfüllte die ihr zugedachte Rolle eines Muster- und Vorzeigeobjekts für andere Volksgruppen Südosteuropas einwandfrei. Und die Deutschen Rumäniens übernahmen diese triste Vorreiterrolle mit sonderbarer Willfährigkeit.
Aus dem Inhalt: Anmerkungen zur Edition – Regesten – Textkorpus: Eine Sammlung von Dokumenten zur Veranschaulichung des Nazifizierungsprozesses der deutschen Minderheit in Rumänien bis hin zur Instrumentalisierung ihrer menschlichen und materiellen Ressourcen für die Expansionspolitik des Dritten Reiches.