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Geschichts- und Raummodelle bei Albert Krantz (um 1448-1517) und David Chytraeus (1530-1600)

Transformationen des historischen Diskurses im 16. Jahrhundert

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Harald Bollbuck

Albert Krantz und David Chytraeus gehören zu den bedeutendsten Geschichtsschreibern Norddeutschlands im 16. Jahrhundert. Krantz verfaßte seine Werke noch vor der Reformation, er schloß den Norden an den frühhumanistischen Germaniadiskurs an. Chytraeus, der Krantz’ Arbeiten am Ende des Jahrhunderts fortsetzte, schrieb die reichsfernen norddeutschen Territorien in die Zusammenhänge der überregionalen Geschichte ein und folgte dabei konfessionspolitischen Interessen. Die Untersuchung betrachtet die Transformations- und Rezeptionsarbeit dieser Geschichtsschreibungen, um den Blick auf die Ordnungen des historischen Wissens und auf die Funktions- und Identitätsangebote dieser Vergangenheitskonzeptionen und semantischen Topographien zu eröffnen.
Aus dem Inhalt: Die Geschichtsauffassung des Albert Krantz – Der Germanendiskurs im deutschen Frühhumanismus – Semantische Topographien und Völkerstereotypen im 16. Jahrhundert – Die Ordnung des historischen Wissens und seine didaktische Funktion – Geschichtsschreibung und Reichspolitik nach dem Augsburger Frieden.