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Die Erfüllung deliktsrechtlicher Pflichten

Durch Übertragung der Verkehrssicherung auf Dritte

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Christoph Schäfer

Ist einer Person die deliktsrechtliche Verantwortung für eine Gefahr zugewiesen, kann ihr nach dem allgemeinen Sprachgebrauch eine Pflicht zur Sicherung des Verkehrs vor dieser Gefahr obliegen. Kann man solche (Verkehrssicherungs-)Pflichten erfüllen? Die Arbeit behandelt unter der Annahme, daß innerhalb eines Verschuldenshaftungssystems letztlich Verstöße gegen deliktsrechtliche Pflichten haftungsauslösend sind, die (prospektivische) Frage, ob und auf welche Weise ein nach § 823 Abs. 1 BGB Gefahrverantwortlicher die präskriptiven Verhaltensanforderungen erfüllen und schon dadurch eine drohende Haftung nach Verschuldenshaftungsnormen ausschließen kann.
Aus dem Inhalt: Die Übertragung der Verkehrssicherungspflicht und ihre haftungsrechtlichen Folgen – Eingrenzung des Themas - Vom Schattendasein der Verhaltenspflichten in der deliktsrechtlichen Diskussion – Der Begriff der Pflicht als Kernbegriff eines Verschuldenshaftungssystems – Entstehung und Quellen der deliktsrechtlichen Pflichten und das Urteil materieller Widerrechtlichkeit ihrer Verletzung – Die Bestimmung der verpflichteten Person – Zum materiellen Gehalt deliktsrechtlicher Pflichten im allgemeinen – Zur Problematik der sogenannten Übertragung deliktsrechtlicher Sicherungspflichten im besonderen – Probleme der kategorialen Begrenztheit des Verschuldenshaftungsrechts – Ziele und Wege des außervertraglichen Schadensersatzrechts.