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Der Dokumentarfilm – Bürgerlichrechtliche und urheberrechtliche Grundlagen der Produktion

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Henrike Maaß

Diese Arbeit wurde mit dem Förderpreis der Dr. Feldbausch-Stiftung des Jahres 2006 ausgezeichnet.
Die wachsende Beliebtheit realitätsentlehnter Darstellungen im deutschen Film und Fernsehen hat in den vergangenen Jahren zu einer erheblichen Steigerung der Anzahl, Vielfalt und wirtschaftlichen Bedeutung dokumentarischer Formate geführt. Mit besonderem Fokus auf praktische Relevanz sowie unter Berücksichtigung der film- und medienwissenschaftlichen Diskussion widmet sich die Arbeit ausführlich den Rechtsfragen, die sich bei der Herstellung dokumentarischer Filme stellen. Neben der urheberrechtlichen Werk- und der Kunstqualität verschiedener dokumentarischer Formate wird im Rahmen einer umfassenden Darstellung des Zitatrechts (§ 51 UrhG) untersucht, inwieweit zu Dokumentationszwecken auf fremde, urheberrechtlich geschützte Werke zurückgegriffen werden darf. Am Beispiel von Lebens- und Charakterbildverfilmungen werden zudem ausführlich die persönlichkeitsrechtlichen Grenzen dokumentarischer Darstellungen aufgezeigt, wobei neben der jüngsten Judikatur des EGMR auch die vermögensrechtliche Qualität von Persönlichkeitsrechten sowie Fragen der persönlichkeitsrechtlichen Einwilligung und des Gestattungsvertrages thematisiert werden.
Aus dem Inhalt: Begriff des Dokumentarfilms – Historische Entwicklung und Ausdrucksformen des dokumentarischen Films und Fernsehens – Urheberrechtlicher Werkschutz und Kunstqualität der verschiedenen Formen des dokumentarischen Films und Fernsehens – Urheberrechtliche Grenzen der Dokumentationsfreiheit und Schranken des Urheberrechts: Zitatrecht (§ 51 UrhG); Unwesentliches Beiwerk (§ 57 UrhG); Werke an öffentlichen Plätzen (§ 59 UrhG) – Persönlichkeitsrechtliche Grenzen der Dokumentationsfreiheit, insbesondere persönlichkeitsrechtliche Aspekte von Lebens- und Charakterbildverfilmungen: Allgemeines Persönlichkeitsrecht (§ 823 Abs. 1 BGB) – Recht am eigenen Bild (§§ 22 ff. KUG) – Namensrecht (§ 12 BGB) – Besonderheiten bei der Darstellung von Straftaten – Persönlichkeitsschutz Verstorbener – Die Einwilligung in eine Lebens- und Charakterbildverfilmung – Der Vertrag über die Gestattung einer Lebens- und Charakterbildverfilmung.