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Gesellschafts- und steuerrechtliche Zulässigkeit disquotaler Gewinnverteilungen bei der GmbH

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Thomas Peschke

Die Arbeit befasst sich mit der gesellschafts- und steuerrechtlichen Zulässigkeit von disquotalen, d.h. von den Beteiligungsverhältnissen am Stammkapital abweichenden, Gewinnverteilungsabreden bei der GmbH. Dem zu Zeiten des körperschaftsteuerlichen Anrechnungsverfahrens hauptsächlich zur Steueroptimierung verwandten Instrument der disquotalen Verteilung der Gesellschaftsgewinne kommt auch heute noch erhebliche Bedeutung zu. Im Verhältnis unter den Gesellschaftern bietet es sich etwa zur Abgeltung besonderer Beiträge einzelner Gesellschafter oder zur exakten Zuweisung der Erträge einzelner Geschäftsbereiche an. Ökonomisch können diese Vereinbarungen sinnvoll sein, um der Gesellschaft unter Ausnutzung individueller Verlustabzugspotentiale der Gesellschafter Kapital zuzuführen. Disquotale Gewinnverteilungsvereinbarungen sind, sofern sie – wie zumeist – gesellschaftsrechtlich zulässig sind, auch steuerlich anzuerkennen. Dies gilt auch und insbesondere nach Einführung des Halbeinkünfteverfahrens. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Bewertung der möglichen Mittel, wie etwa Satzungsregelungen, Ausgabe von Vorzugsanteilen, Satzungsdurchbrechungen oder Gesellschaftervereinbarungen.
Aus dem Inhalt: Untersuchung der gesellschaftsrechtlichen Grundlagen für die Entstehung des Gewinnanspruchs eines Gesellschafters – Untersuchung der Gründe zur Vereinbarung einer disquotalen Gewinnverteilung – Vorstellung der Erscheinungsformen der disquotalen Gewinnverteilung – Umsetzungsmöglichkeiten in der gesellschaftsrechtlichen Praxis – Quotenabweichende Rücklagenzuordnung – Steuerliche Anerkennung disquotaler Gewinnverteilungsabreden.