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Religionen – Miteinander oder Gegeneinander?

Vorträge der sechsten Innsbrucker Theologischen Sommertage 2005

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Wilhelm Guggenberger and Petra Steinmair-Pösel

In einer Welt der vielfältigen, bunten und nicht selten auch gegensätzlichen religiösen Vorstellungen und Bekenntnisse stellt es eine gewaltige Herausforderung dar, zu einem friedlichen Miteinander zu finden. Die Beiträge dieses Bandes gehen der Frage nach, was sich aus Sicht der katholischen Glaubenstradition über die «anderen Religionen» und das Verhältnis zu ihnen sagen lässt. Wie können wir auf Menschen zugehen, die nicht das glauben, was für uns unumstößlich wahr ist? Wie können Christen Christen bleiben und sich dennoch positiv auf die Überzeugungswelten von Menschen einlassen, die nicht ihrem Weg folgen? Welche Chancen hat das Gespräch, wenn divergierende Gewissheiten einander gegenüberstehen? Die Reflexion einer reichhaltigen Tradition und Erfahrungsgeschichte interkonfessioneller und interreligiöser Begegnung soll einen Beitrag zur Wegbereitung für den Dialog der Religionen leisten.
Aus dem Inhalt: Roman A. Siebenrock: «Nostra Aetate». Das Senfkorn des Konzils oder: Welche Zeichen werden heute für das Reich Gottes gepflanzt – Martin Hasitschka SJ: Der Exklusivitätsanspruch Jesu und der religiöse Pluralismus seiner Zeit – Josef M. Oesch: Die gemeinsame Bibel von Juden und Christen. Der steinige Ausstieg aus dem katholischen Antijudaismus – Bernhard Kriegbaum SJ: Islam und Christentum in der Zeit der Kreuzzüge – Konrad Breitsching: Die christlichen Konfessionen und die Einheit der Kirche – Wilhelm Guggenberger: Um der Würde des Menschen willen. Das gemeinsame Anliegen von Religionen und die Differenzen in seiner Umsetzung – Willibald Sandler: Außerhalb der Kirche kein Heil? Sind Heilsnotwendigkeit der Kirche und Heilsmöglichkeit für alle Menschen miteinander vereinbar? – Petra Steinmair-Pösel: Zwischen Relativismus und Exklusivismus. Mosaiksteine zu einem dramatischen Konzept für die Begegnung der Religionen.